Taoismus: Die Lehre vom "Weg" (dao) ist eine der vielschichtigen Erscheinungen der chinesischen Geisteswelt. So steht es im Lexikon. 
Das Wort dao meint in der chinesischen Tradition den Weg, den der Mensch in der Welt beschreiten soll. Im weiteren Sinne ist damit auch ein harmonisches Zusammenspiel mit kosmischen Kräften gemeint. Der "Weg" bekommt dann eine weitere Bedeutung: Er wird als unbenennbar, formlos und grenzenlos beschrieben, als der Urquell aller Dinge, aus dem das All entstanden sein soll.

Auch das gehört zum Taoismus:

Bild links, das ich in Hongkong aufgenommen habe, zeigt wie Menschen über eine Brücke pilgern, in der Hoffnung dadurch älter zu werden.
Der Aberglaube sagt, dass bei jedem Gang über die Brücke, der Gläubige 3 Tage länger lebt. Dies darf aber nur in eine Richtung geschehen - sonst würden die Tage beim zurückgehen wieder abgezogen.

Daraus entwickelten sich eine ganze Reihe von Zeremonien, die dem Wesen nach immer auf denen der ersten Meister basierten. Dabei wurden die sogenannten kleinen Riten für erkrankte Einzelpersonen abgehalten, die großen Riten hingegen für eine größere Gemeinschaft.
Sie unterscheiden sich in dunkle und reine Riten. Die dunklen sind an die Adresse der Toten gerichtet und werden nach Todesfällen vollstreckt. Die reinen sind als eine Art der Fürbitte für die zum Tempel gehörende Gemeinde an den Himmel gerichtet.

Der taoistische Gläubige kennt eine ganze Reihe von Göttern. So erhielten auch viele der heute bedeutenden Götter erst recht spät ihren eigenen Kult. Dazu zählen: Pantheon, Laozi, Jadekaiser oder Kuan Yu. Ihnen ist meist ein jähes Ende durch Mord oder Selbstmord gemeinsam.
Praktiziert wird der Taoismus nur noch in wenigen Orten Chinas. Lebt aber im Bewusstsein als ein wichtiges Element fort.